Kloster - Wat Sibounheuang

stacks_image_104Wat Sibounheuang ist ein Kloster der frühbuddhistischen Theravada Tradition, gelegen in Altlußheim bei Heidelberg.

Theravada (Pali: Schule der Ältesten) ist die älteste buddhistische Tradition und wird heute noch in Sri Lanka, Thailand, Laos, Burma, Kambodscha und teilen Vietnams praktiziert. Außerdem findet diese Tradition, Dank der Popularität von Mönchen wie Ajahn Chah, Ajahn Buddhadasa oder der deutschen Nonne Ayya Khema, auch immer mehr Ansehen in Deutschland.

Bereits Anfang der 1990er Jahre wollte die in Deutschland lebende laotische Gemeinde ein Kloster in Deutschland gründen. Im Mai 1997 lud der Sibounheuang-Theravada-Buddhismus e.v. Ajahn Outhai Dhammiko aus Laos ein, um das buddhistische Kloster Wat Sibounheuang zu gründen. Aufgrund des wachsenden Interesses an diesem Zentrum wurde 2003 in Altlußheim ein Grundstück gekauft.

Auf diesem Grundstück wurde am 7. August 2003, in Anwesenheit von neun buddhistischen Mönchen und circa einhundert Gästen, der Grundstein für das Wat Sibounheuang gelegt.

Mittlerweile ist das Kloster Wat Sibounheuang ein Ort freundschaftlicher Begegnungen vieler verschiedener Kulturen. Abt Ajahn Outhai sieht seine Hauptaufgaben darin, Menschen mit spirituellem Rat, Unterweisung in der buddhistischen Lehre und Einführungen in die Meditation zu unterstützen.

Wie können Sie das Kloster unterstützen?

Der Unterhalt des Klosters und die Versorgung seiner Bewohner beruht auf dem Prinzip der freiwilligen Spende (in Pali „dāna“).

Die Ausgaben des Klosters für die Grundbedürfnisse seiner Bewohner, die Nutzung und den Unterhalt der Gebäude, alle Gebrauchsgegenstände und Verbrauchsgüter, Lebensmittel, einschließlich der obligatorischen Versicherungen – all dies wird durch Ihre Spende gedeckt. Entsprechend werden wir für Ihren Aufenthalt, für buddhistische Literatur oder für die Teilnahme an unserer Meditationsgruppe keine Kosten berechnen, sondern Sie einfach bitten zu bedenken, dass die finanziellen Aufwendungen, welche die Existenz unseres Klosters und dessen Klostergemeinschaft ermöglichen, abhängig von der Freigiebigkeit seiner Besucher ist.

Wir benötigen und schätzen Ihre Zuwendungen gleichermaßen. Sollten Sie unser Kloster wertschätzen und uns regelmäßig unterstützen wollen, so kann das z.B. mithilfe eines Dauerauftrages zugunsten des Trägervereins des Klosters geschehen.

Das dāna-Prinzip hat eine sehr lange Tradition im Buddhismus. Hierbei üben wir uns in Freigiebigkeit, was zweierlei Dinge in uns schulen soll. Zum einen geht es um die eigene Praxis der Großzügigkeit und dadurch die Entwicklung einer Verbundenheit mit allen Lebewesen. Der zweite Aspekt ist die Unterstützung von Mönchen und Nonnen, welche nach ihren Ordensregeln leben und u.a. keine Einkünfte haben, kein Geld gebrauchen und nur wenige persönliche Güter besitzen dürfen.

Die Entfaltung von Großzügigkeit als spirituelle Praxis ist eine Übung in der Kunst des Gebens und Nehmens und ein probates Mittel, um Habgier und Egoismus zu überwinden. Wir setzen uns mit unseren Prioritäten auseinander und versuchen zu erkennen, was uns in unserem Leben wirklich wichtig ist. Wo finden wir wahres Glück? Welche Auswirkungen hat das Wissen darüber auf unser Verhalten? In was investieren wir unsere Zeit, wofür setzen wir unsere Energie ein, was oder wen unterstützen wir mit unserem Geld?

Rechte Großzügigkeit und Offenherzigkeit schaffen innere Weite und Verbundenheit zu anderen Wesen. Wer großzügig sein kann ist reich, hat soviel, dass gegeben werden kann.

Durch die Praxis des Gebens üben wir letztlich auch ein aktives Loslassen von Dingen die uns ohnehin nur vorübergehend gehören. Gebe ich mit Freude, verbindet mich dies mit der Freude des Empfängers.

Wie finde ich das rechte Maß von Geben und Nehmen? Kann ich auch annehmen? Wo liegen meine Grenzen, kann ich sie weiten oder muss ich sie so akzeptieren?

Die Übung von Großzügigkeit, dāna, ist genau das, eine Übung, man kann nichts falsch machen!

Eine Routenplanung zum Kloster finden Sie bei google Maps.