Hilfsprojekt

Hilfslieferung 2012

Im Januar 2012 war es endlich wieder einmal so weit. Aufgrund der Großzügigkeit verschiedener Spender, konnten wir wieder einen Hilfstransport nach Laos realisieren.

Im Dezember 2011 erklärte sich die Spedition Kühne & Nagel bereit, uns kostenlos einen 20′ Container inkl. Verschiffung nach Vientiane zur Verfügung zu stellen. Dies kam uns sehr gelegen, da unser Lager im Kloster mittlerweile gut mit Hilfsgütern angefüllt war. Zusätzlich war auch wieder das Klinikum Mannheim bereit uns dringend benötigte medizinische Güter zu überlassen.

Einen etwas ausführlicheren Bericht finden Sie demnächst hier. Vielleicht möchten Sie sich in der Zwischenzeit die Fotos der Hilfslieferung ansehen. Klicken Sie hierzu bitte das kleine Foto oben rechts an.

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Es scheint, als wäre man in einer anderen Zeit, wenn man im Morgengrauen auf den Strassen von Laos wandelt. Buddhistische Mönche in Ihren safrangelben Roben ziehen von Haus zu Haus, um Essensspenden der Gläubigen entgegenzunehmen. Hier und da stehen französische Kolonialhäuser aus längst vergangener Zeit. Selbst in der Hauptstadt Vientiane, mit ihren 500 000 Einwohnern, findet sich keine Spur von der Hektik, die andere asiatische Hauptstädte Tag und Nacht beherrscht.

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Nur knapp 6 Millionen Einwohner leben in Laos, dem einzigen Staat Südostasiens, der keinen Zugang zum Meer hat. In den Nachbarstaaten Thailand, China und Vietnam lebt die gleiche Anzahl Menschen wie in ganz Laos oft schon in einer einzigen Stadt.

Auch touristisch ist das Land noch nicht erschlossen, jedoch zählt es unter Backpackern bereits heute zu den Geheimtipps.

Das Leben in Laos ist sehr einfach. Das durchschnittliche Einkommen eines Laoten beträgt weniger als ein Euro am Tag. Sicher gibt es auch hier, wie in jedem anderen Land, Menschen, die besser als andere gestellt sind. Aber in Laos gehören die Gutgestellten einer kleinen Minderheit an. Schnell wird dort klar, dass für uns selbstverständliche Dinge in Laos als unerreichbarer Luxus gelten. Sogar Schulbücher, Hefte oder Stifte haben in manchen Regionen Seltenheitswert.

Viele Dörfer besitzen weder Strassen, noch Elektrizität, und schon gar nicht eine Wasserversorgung, wie wir sie kennen. Ein Dorfbrunnen ist oft die einzige Wasserquelle für hunderte von Menschen. Dass sich dadurch Krankheiten viel schneller ausbreiten können, versteht sich von selbst.

Damit wären wir bei der medizinischen Versorgung – dem Hauptanliegen unseres Projektes.

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Statistisch gesehen ist es in Laos derzeit so, dass auf einen Arzt 5.393 Menschen kommen. Dies ist allerdings nur die offizielle Zahl, die nichts darüber aussagt, wie es um die medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten bestellt ist. Hier gibt es vielfach überhaupt keine Ärzte, Medikamente sind selten oder viel zu teuer. Hinzukommt, dass ein Grossteil der Bevölkerung chronisch unterernährt ist und somit anfälliger für Krankheiten.

Die Kindersterblichkeit in Laos ist weltweit eine der höchsten!

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Der Abt des buddhistischen Kloster in Altlussheim (bei Heidelberg), Ajahn Outhai Dhammiko, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Krankenhäuser in den ländlichen Gebieten von Laos zu unterstützen.

Ajahn Outhai Dhammiko unterstützt bereits seit 10 Jahren das Krankenhaus seiner Heimatstadt Sukuma mit medizinischen Hilfsgütern.

Sukuma liegt in der Provinz Champasak im Süden von Laos. Das dortige Krankenhaus ist Anlaufstelle für 60 umliegende Dörfer. Jedes dieser Dörfer besteht aus rund 200 Familien. Die nächst größere Klinik liegt in der Stadt Champasak, welche über 3 Stunden Autofahrt entfernt ist.

Ajahn Outhai beschreibt die Lage vor Ort so:

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Das örtliche Krankenhaus ist zuständig für alle Arten von Krankheiten und Verletzungen. Operationen oder intensivmedizinische Behandlungen können vor Ort jedoch nicht durchgeführt werden, da hierzu einfach die nötige Ausstattung fehlt. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass Patienten immer wieder ums Leben kommen.

Für uns selbstverständliche Einrichtungen, wie Altenheime, Hausärzte, Krankentransport oder Rettungsdienst, sind dort nicht vorhanden. Der Grossteil der Patienten muss noch immer auf dem Boden schlafen, da nicht ausreichend Betten vorhanden sind. Selbst Stühle für den Wartebereich sind Mangelware. Dank der Großzügigkeit einer Heidelberger Klinik konnten mittlerweile zumindest 20 Pflegebetten nach Laos transportiert werden, um wenigsten einem geringen Teil der Patienten ein Bett zur Verfügung zu stellen.

Der Grossteil der Ärzte, die an diesem Krankenhaus arbeiten, hatte das Studium der Medizin in der ehemaligen DDR oder der Sowjetunion absolviert.
Leider fehlen jedoch vor Ort die Mittel, um deren Kenntnisse den Patienten zugute kommen zu lassen. Malaria ist in diesem Krankenhaus eine der am häufigsten behandelten Krankheiten. Auch alle anderen Krankheiten, wie Diabetes oder Schlaganfälle, sowie körperliche Verletzungen und Geburten, werden so gut wie möglich (eben den ärmlichen Verhältnissen entsprechend) behandelt.
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Eines der Hauptprobleme, der Krankentransport, wurde durch die Spende eines Krankenwagens durch Familie Traub-Martin (s. Foto) im September 2005 gelöst. Dieses Fahrzeug wird im Februar 2006 nach Laos verschifft werden und künftig dem örtlichen Krankenhaus für Krankentransporte und Notfälle zur Verfügung stehen.

Die Beschaffung des Krankentransports war bisher gänzlich dem Patienten selbst überlassen. Fand man keine Transportmöglichkeit, hatte man nur die Wahl zwischen zwei Alternativen – den Weg zu Fuß zurückzulegen oder auf eine Behandlung ganz zu verzichten.

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Laut Ajahn Outhai fehlt es vor Ort vor allem an diagnostischer Ausstattung, wie EKGs oder Ultraschallgeräten, aber auch an Kleinigkeiten wie Druckminderern für Sauerstoffflaschen. Blutdruckmessgeräte, medizinische Verbrauchsmaterialien, Medikamente usw. sind dort gar nicht oder nur sehr begrenzt vorhanden.

Diese Seite soll zukünftig eine breitere Masse von Menschen auf das Hilfsprojekt von Ajahn Outhai aufmerksam machen. Gerne nehmen wir auch Ihre Geldspenden entgegen, diese Spenden dienen ausschließlich dem Ankauf von medizinischen Gütern und der Begleichung der Transportkosten.

Über eine Unterstützung Ihrerseits würden wir uns sehr freuen.

Selbstverständlich sind auch Sachspenden in Form von medizinischen Gütern sehr willkommen. Diese sollten jedoch aufgrund der Koordination und Logistik, welche für die Weiterleitung erforderlich sind, vorab angekündigt werden.

Bitte kontaktieren Sie uns hierzu bitte über das Kontaktformular.

Nach Absprache mit den Ärzten vor Ort sind derzeit folgende Dinge am nötigsten:

  • Intensivmedizin:
  • Elektrische Absaugpumpen
  • Inhalatoren zur Behandlung von Lungenentzündungen
  • Pränatale Diagnostik:
  • CTG (Kardiotokograph – Herzton-Wehenschreiber)
  • Ultraschallgeräte (Sonographen)
  • Augenheilkunde:
  • Tonometer (Gerät zum messen des Augeninnendrucks)
  • Chirurgie:
  • Sterilisatore
  • OP Tische
  • OP Instrumente
  • Labormedizin:
  • Mikroskope

Es ist soweit, wir dürfen mal wieder einigen Spendern für Ihren Beitrag zum Hilfsprojekt danken.
Anfang Dezember 2005 erreicht uns die Spende von Herr Kralik, er ist techn. Leiter der Medizintechnik des Klinikums Krefeld. Herr Kralik überließ unserem Hilfsprojekt einen OP Tisch der Firma Marquet. Dieser OP Tisch wird zusammen mit dem Krankenwagen im Frühjahr nach Laos verschifft werden. Dank der Empfehlung von Werner Reichert (Betreiber der Laos Community), durften wir einen überaus netten Menschen kennen lernen. Tom ist als Medizingerätetechniker in der Schweiz tätig und besuchte uns im Wat in Altlussheim. Als Tom seinen Kofferraum öffnete, konnten wir es kaum glauben, er hatte intensivmedizinische Geräte im Wert von mehreren zehntausend Euro im Gepäck. Diese Geräte wurden von Schweizer Kliniken gegen neue ausgetauscht und werden künftig ihren Dienst in den Krankenhäusern von Sukuma und Champasak tun.

Tom übergab uns:
14 Perfusoren (Spritzenpumpen) 5 Infusionspumpen 2 EKG 3 Intensivüberwachungsmonitore (EKG / Blutdruckmessung / Pulsoxymetrie) 5 Sauerstoffdruckminderer.
Hiermit nochmals vielen Dank an Werner Reichert für den Kontakt, sowie an Tom und Herrn Kralik vom Klinikum Krefeld!
An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmals herzlichst bei der Firma BDP-International bedanken. Deren Geschäftsführer Herr Ruf bot uns an, die komplette Logistik* des Seecontainers als Unterstützung unseres Hilfsprojekts kostenlos zu übernehmen. *(Bereitsstellung des Containers, LKW Transport nach Altlußheim, zusätzlicher LKW zum absetzen des Containers, LKW Transport von Altlußheim nach Ludwigshafen, Transport mit der Bahn von Ludwigshafen nach Hamburg, Seefracht von Hamburg nach Laem Chabang (Thailand) sowie den Transport von Laem Chabang nach Vientiane (Laos) per LKW)

Die Beladung des Containers in Altlußheim
Am Freitag, den 17.Februr.2006, war es endlich soweit. Gegen 08:00 Uhr trafen 2 LKW vor dem Wat Sibounheuang in Altlußheim ein. Der eine LKW hatte unseren 40′ High-Cube Container (12 m x 2,90 x 2,90) geladen, der andere LKW war dazu da, den Container vom Transportlastwagen zu heben und ihn auf die Strasse zu setzen. Dies war nötig um den Krankenwagen in den Container fahren zu können.

Bereits vier Tage vorher verbrachten wir unsere Freizeit mit verpacken der Güter, reinigen der Metallgegenstände, fetten der Metallgegenstände und chronischem in Stretchfolie wickeln von Gegenständen.

Es wurde insgesamt 4,1 Tonnen Hilfsgüter in den Container verladen, darunter befanden sich u.a. ein Krankenwagen, 15 Klinikbetten, 1 OP-Tisch, mehrere EKGs und Intensivüberwachungsmonitore, Spritzenpumpen, Rollstühle, Rollatoren, mehrere Kartons mit medizinischem Verbrauchsmaterial, Medikamente, Sehhilfen, Altkleider……

Das eigentliche Beladen, wofür wir 3 Stunden Zeit hatten, lief relativ zügig ab, da gegen 07:30 schon mehr als 10 Leute zum helfen bereit standen. Ausserdem hatten wir bereits eine Woche vorher alle nötigen Dinge, die man zur Ladungssicherung benötigt, eingekauft, so dass am Beladungstag alles bereit stand. Freundlicherweise wurde von der Polizei Neulussheim dafür gesorgt, dass für den Zeitraum der Verladung die Strasse abgesperrt wurde und uns somit genügend Platz zum rangieren blieb.


Spätestens als wir uns daran machten, den Krankenwagen in den Container zu rangieren, wurde jedem bewusst, dass der Container entgegen unseren Erwartungen randvoll werden würde.

Ursprünglich hatten wir damit gerechnet, dass von der zur Verfügung stehenden Länge von 12 Metern, mindestens 2 Meter ungenutzt bleiben würden.
Zum Schluss waren bis auf 20 cm, die dann mit Styropor zur Aufpolsterung ausgefüllt wurden, nichts mehr übrig.

Nun war der schwierigste Teil unseres Hilfsprojekts bewältigt. Anfang April werden Ajahn Outhai (Initiator des Hilfsprojekts und Abt des buddhistischen Klosters in Altlußheim), meine Frau Bobby und ich selbst in Laos sein, um den Container in der Hauptstadt Vientiane in Empfang zu nehmen. Anschließend werden die Hilfsgüter per LKW in die im Süden gelegene Provinz Champasak transportiert, wo in Sukuma, der Heimatgemeinde von Ajahn Outhai, der zweite Teil unserer Arbeit beginnt. In Sukuma werden wir die Hilfsgüter dem örtlichen Krankenhaus übergeben und die Ärzte in der Arbeit an den medizinischen Geräten (EKGs, Perfusoren, Intensivmonitore) unterweisen. Außerdem werden wir einen Teil der Geräte an die intensivmedizinische Abteilung des Provinzkrankenhauses in Pakse übergeben. All dies wäre nicht ohne die Hilfe und das Vertrauen vieler Menschen möglich gewesen. Hiermit möchten Ajahn Outhai, meine Frau und ich uns für die große und stets unbürokratische Unterstützung in Form von Sachspenden, der kostenlosen Übernahme von Service- und Logistikleistungen, der Hilfe durch Kontakte jeglicher Art, dem journalistischen Beistand und nicht zuletzt der moralischen Aufmunterung, welche oft vonnöten war, aus tiefstem Herzen bedanken. Wir werden vor Ort dafür Sorge tragen, dass die Hilfsgüter ihrem Zweck entsprechend eingesetzt und somit zur besseren medizinischen Versorgung der Menschen beitragen werden.

Die Ankunft des Containers in Laos
Mittlerweile sind Ajahn Outhai, meine Frau und ich wieder zurück aus Laos und können Euch / Ihnen vom Erfolg der ersten großen Hilfslieferung im Rahmen unseres Hilfsprojekts berichten. Am 30. März 2006 war es endlich soweit. Der weite Transport unseres Containers nach Laos wurde erst durch die großzügige Unterstützung der Spedition BDP-International möglich. Das Gerät kam wohlbehalten in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, an. Hier standen bereits zahlreiche freiwillige Helfer bereit, um den Container zu entladen und die Hilfsgüter auf einen LKW zu packen, für den Weitertransport in die südlicher gelegene Provinz Champasak.

Nach 13 Stunden Fahrzeit und 740 Kilometern Landstrasse, die uns von Vientiane über Savannakhet nach Pakse führten, überquerten wir schließlich etwas außerhalb von Pakse den Mekong per Fähre. Von Champasak aus mussten wir noch knappe 70 Kilometer staubige Buckelpiste in Kauf nehmen, bis wir endlich Sukuma erreichten. Beim Krankenhaus in Sukuma erwarteten uns bereits weitere Helfer, um die Hilfsgüter abzuladen.

An den beiden nächsten Tagen wurde alles ausgepackt und gründlich gereinigt.

Am 04. April war es dann soweit: In der Gemeindehalle von Sukuma kamen hochrangige buddhistische Mönche, Vertreter des laotischen Gesundheitsministeriums, die Bürgermeister der großen Provinzstädte Pakse und Champasak, der leitende Provinzarzt sowie mehrere Ärzte und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden zusammen, um die Hilfsgüter in Form einer feierlichen Übergabe entgegenzunehmen.

Im Rahmen dieser Übergabefeierlichkeiten wurden auch Ajahn Outhai meine Frau und ich gebeten, eine kleine Ansprache zu halten. Der wesentliche Teil dieser Reden war der Hinweis auf die grosse Hilfsbereitschaft, ohne welche das Hilfsprojekt niemals in diesem Maße bzw. mit diesem Erfolg hätte stattfinden können. Im Anschluss an die Feierlichkeiten besichtigten wir das örtliche Krankenhaus. Hierbei handelt es sich um ein t-förmiges Betongebäude mit 6 Patientenzimmern, einem Labor, einem Impfzimmer, einem kleinen (septischen) Operationsraum sowie einem Arzt- und einem Schwesternzimmer. Krankheiten wie Malaria, Polio und Typhus sind neben verschiedenen parasitären Erkrankungen die Hauptleiden, mit denen die Ärzte und Schwestern in Sukuma konfrontiert sind.

Patienten mit Krankheiten oder Verletzungen, die nicht in Sukuma behandelt werden können, müssen ins über 90 Kilometer entfernte Krankenhaus nach Pakse gebracht werden. Solche Notfalltransporte waren bisher ausschließlich per Taxi oder Traktor möglich. Meistens wurde der Transport jedoch aufgrund der Angst, dass der Patient im Taxi sterben könnte, von den Fahrern abgelehnt. Dieses Problem konnten wir aber nun dank der Spende der Familie Traub Martin aus der Welt schaffen. Nach unserer Rückkehr aus Laos erfuhren wir, dass seit der Übergabe des Krankenwagens bereits mehr als 20 Notfallpatienten vom Krankenhaus Sukuma in die Klinik nach Pakse gefahren worden sind.
Wie man auf dem Bild erkennen kann, sind die Patientenzimmer sehr spartanisch eingerichtet. Die Patienten mussten auf den Lattenrosten dieser Betten schlafen, weil das Krankenhaus bisher keine Matratzen besaß. Dank der Spende der Johanniter aus Cottbus stehen jetzt stählerne Klinikbetten, welche wir noch zusätzlich mit Matratzen ausgerüstet haben, für die Patienten bereit. Auch die medizintechnischen Geräte (EKGs, Spritzenpumpen, Infusionspumpen…), die uns von Herrn Tom Maier gegeben wurden, tragen mittlerweile zur besseren Patientenversorgung in den Krankenhäusern Sukuma, Champasak und Pakse bei. Der OP-Tisch, den uns Herr Kralik vom Klinikum Krefeld zur Verfügung stellte, kam bereits im Rahmen einiger ambulanter Operationen im Krankenhaus Sukuma zum Einsatz. Ebenfalls freuten sich die Ärzte und Schwestern über die medizinischen Verbrauchsmaterialien, die uns von der Firma Stegmüller Praxis & Pflegebedarf gespendet wurden. Diese sind für den täglichen Betrieb dringend notwendig, jedoch in Laos meist Mangelware. Auch die etwas „kleineren“ Hilfsgüter wie Altkleider oder gebrauchte Brillen lindern nun deutlich die Notlage der Menschen vor Ort.

Es ist normal für einen Europäer, dass er aufgrund einer Sehschwäche eine Brille verordnet bekommt. In Laos dagegen lässt sich ein Augenarzt und erst recht ein Optiker nur schwer finden. So leben die Menschen teilweise Jahrzehnte mit immer schlechter werdender Sehkraft. Hier konnten wir mit 3 Kartons Brillen, die von unserem Partnerprojekt „Sabaidi-Laos“ kamen, eine deutliche Steigerung der Lebensqualität erreichen. Die gespendeten Altkleider wurden von Ajahn Outhai in zwei etwas abgelegenere Dörfer gebracht und dort an die bedürftige Bevölkerung verteilt. Beide Dörfer sind Beispiele dafür, dass die Landbevölkerung in Laos noch immer ein sehr beschwerliches, von Armut, Krankheiten und oft auch Hunger geprägtes Leben führt.

Die beiden Dörfer liegen zwar nur etwa 12 Kilometer vom Krankenhaus entfernt. Doch angesichts der Straßenverhältnisse (Trockenzeit!!) und der Tatsache, dass diese Menschen keine Autos besitzen, müssen sie einige Strapazen auf sich nehmen, um in den Genuss einer ärztlichen Behandlung zu kommen.
Wer mag sich da, angesichts solcher Zustände, etwa noch über das Thema Praxisgebühr auslassen?

Dieser kurze Bericht soll ein kleines Feedback für alle diejenigen sein, die uns bei unseren Bemühungen mit Rat, Tat und Sachspenden so sehr geholfen haben Auch wenn wir mit dieser Hilfslieferung den Menschen im Gebiet um Sukuma ein Stück weit mehr Lebensqualität geben konnten, so erscheint es doch – auf ganz Laos bezogen – nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Um die Lebenssituation der Menschen in Laos langfristig zu verbessern, kann und darf dies nicht das letzte Hilfsprojekt gewesen sein. Zusammen mit Ajahn Outhai werde ich auch in Zukunft versuchen, die Lage vor Ort zu verbessern. Ansatzpunkte für weitere Projekte gibt es zur Genüge – sei es der Bau von Schulen, der mit relativ geringen finanziellen Mitteln möglich wäre, oder die Verbesserung der Wasserversorgung, die oftmals ernsthafte Krankheiten auslöst. Zum Abschluss dürfen wir uns im Namen der Menschen aus Sukuma noch einmal aus tiefstem Herzen bei Euch / Ihnen allen bedanken und hoffen, dass wir auch in Zukunft den einen oder anderen wieder als Unterstützer für weitere Hilfe gewinnen können.

Das nachfolgende Video stammt aus der Dokumentation „Aus Asiens Sonne ins russische Eis“ und gibt einen Einblick in unser Hilfsprojekt in Laos.

Das Video wurde uns freundlicherweise von Filmemacher Thomas Junker zur Verfügung gestellt.